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Matthias Kahlmann

Mitte der 1980er Jahre wurde für einen musikbegeisterten Teenager ein Traum wahr: ein Tonstudio, das man sich tatsächlich leisten konnte – das Tascam Porta One!

Nun, die Möglichkeit von Mehrspuraufnahmen auf einer handelsüblichen Musikkassette war sicherlich eine kleine Revolution, aber in Wahrheit musste ich mich die meiste Zeit noch mit den Kinderkrankheiten dieser Technologie herumschlagen. Das alles wurde zwar mit fortschreitender Qualität der Geräte besser, aber nüchtern betrachtet konnte ich mir einfach weder Tonbandmaschine noch zugehöriges Equipment leisten und war deshalb auf ihre entfernten Verwandten angewiesen, um meine musikalischen Unternehmungen in verschiedenen Bands zu verewigen. Alle technischen Hindernisse schienen mich aber nur noch mehr zu beflügeln, mich zunehmend vom Musiker (Klavier, Gitarre) zum Techniker entwickeln zu wollen.

Gerade zur rechten Zeit bot sich mir die Gelegenheit, ins Live-Geschäft einzusteigen. Eingearbeitet und begleitet von erfahrenen Tonleuten lernte ich das einschlägige Audioequipment kennen und war an amtlichen Mischpulten schließlich viele Jahre lang bei mehreren hundert Veranstaltungen für den guten Ton verantwortlich. Dabei war es ebenso reizvoll wie herausfordernd, mit vielen verschiedenen Künstlern zusammenzuarbeiten und mich immer wieder auf unterschiedliche Anforderungen (und Persönlichkeiten) einstellen zu müssen. Und ich lernte schnell, auch unter Druck gelassen zu bleiben und mich jederzeit professionell zu verhalten – und das selbstverständlich bei gleichbleibend hoher Qualität, denn live gibt es bekanntlich keine zweite Chance.

Mit dem Studium der Elektrotechnik verschaffte ich meinen Tätigkeiten derweil auch akademisch ein passendes Fundament. Durch die Wahl von Hörgeräten als Thema meiner Diplomarbeit konnte ich meinen wachsenden Kompetenzen als Mixing Engineer darüber hinaus einige wertvolle Einblicke in die Besonderheiten des menschlichen Hörens hinzufügen.

Währenddessen sammelte ich Erfahrungen in verschiedenen Tonstudios, brachte meine Kenntnisse über die Nutzung moderner Audiosoftware auf den neuesten Stand und war danach als Toningenieur angestellt. Aber zu diesem Zeitpunkt war mir schon klar, dass mein Weg mich schließlich in mein eigenes Studio führen musste.

Natürlich arbeite ich heute nicht mehr auf einem Tascam Vierspurkassettengerät im Kinderzimmer.

Qualität ist mein Leitmotiv. Daher habe ich mit meinem Tonstudio eine optimale Arbeitsumgebung für mich geschaffen, basierend auf einer professionellen Akustikplanung spezialisierter Ingenieure und mit einer hochwertigen Abhöre, die vom Hersteller selbst auf meinen Regieraum abgestimmt wurde.

Qualität ist mein Leitmotiv, aber die Musik war meine erste Liebe. Was mich antreibt, ist die Leidenschaft für Musik, die begeistert und berührt, und die Überzeugung, dass jeder Song es wert ist, sein individuelles Potential voll zu entfalten. Und der beste Beitrag, den ich dazu leisten kann, ist eine kompromisslos hochwertige Mischung – denn ich bin Mixing Engineer, und Qualität zählt.